Völkerfreundschaft e.V.
Vereinsnachrichten

Pferde, Panzer und Pelmeni – letztes Treffen der Völkerfreundschaft auf dem Reiterhof

Am Samstag, den 14. März 2020 trafen sich einige aktive Mitglieder des Vereins für Völkerfreundschaft e. V. zu einem letzten Treffen auf dem Reiterhof am Steindamm in Templin und den Sammler Paul Benzin besucht.

http://www.reiterhof-steindamm.de/

Reiterhof am Steindamm
Vereinsheim auf dem Reiterhof

Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins für Völkerfreundschaft e. V., Michael Bock (M. B.) und dem Mitglied und Sammler Paul Benzin (P. B.)

Warum haben Sie sich auf diesem Reiterhof getroffen?

M. B.: „Wir haben uns mit Neumitgliedern aus Templin getroffen, die ein besonderes Hobby pflegen. Der Sammler und Landwirt Paul Benzin hat uns auf seinen Reiterhof am Steindamm eingeladen und uns seine Pferde und das Bauerngelände gezeigt. Hier können kleine und große Pferdefreunde reiten lernen und sich auf dem Reiterhof mit der ganzen Familie erholen.“

Was ist die Besonderheit auf diesem Reiterhof?

M. B.: Auf dem Reiterhof hat uns Paul Benzin nicht nur seine Pferde und Nutztiere gezeigt, sondern seine besondere Sammlung von verschiedenen Militär-Fahrzeugtypen aus der Alliierten-Zeit vorgestellt. Seine Lieblinge sind aus Metall und Stahl, meterlang und bis zu 43 Tonnen schwer. Wuchtig stehen sie in einer Garage auf seinem Grundstück. Er sammelt eben auch gerne Panzer.


Paul Benzin‘s Lieblinge sind aus Metall und Stahl, meterlang und bis zu 43 Tonnen schwer. Wuchtig stehen sie in einer Garage auf seinem Grundstück. Er sammelt gerne Panzer.

Wie viele Panzer besitzen Sie, Herr Paul Benzin?

P. B.: „Vier Panzer habe ich, drei russische und einen US-amerikanischen. Dazu kommen mehrere alte Armee – Jeeps. Die meist durch Tausch erworbenen Fahrzeuge sind aus der Zeit der 1940er bis 1980er Jahre. Da steckt richtig Kraft dahinter!“

Wie fing alles mit der Panzer-Sammlung an?

P. B.: „18 Monate lang  habe ich als Soldat fast nichts anderes gemacht als Panzer repariert. Nach der Wende habe ich dann meinen ersten Panzer in einem Wald gefunden – kaputt und zurückgelassen von den Sowjets. Damals ging es dann los. Das erste Militär-Gefährt habe ich in den politischen Wirren einfach mitgenommen und bin auch nicht daran gehindert worden. Gemeinsam mit einem Freund und hievten wir den Panzer – einen T34 – auf einen Tieflader und fuhren ihn erst mal zu einem Schrottplatz.

Wie pflegt man heute diesen besonderen Fuhrpark?

P. B.: Heute stehen die Militär-Wagen mit den Ketten und Raketen-Attrappen in meiner besonderen Fuhrpark. An der Tür hängt ein Schild mit der Aufschrift „Militärischer Sicherheitsbereich“, daneben liegen meterhohe Heuballen und um die Ecke sind die Pferdeställe. Mit dem Reiterhof und einem Schrottplatz verdiene ich mein Geld und mache noch viele Menschen mit einem schönen Erholungsurlaub auf unserem Reiterhof glücklich. Nach dem Feierabend schraube ich an den Panzern herum und repariere sie, bessere sie aus oder streicht sie neu an.

Wo darf man als Zivilist eigentlich Panzer fahren?

P. B.: „In der hinteren Ecke seines großen Grundstücks habe ich aus Sand einen Parcours aufgeschaufelt. Das ist meine Panzerstrecke. Hier hat mir die Verkehrsbehörde erlaubt zu fahren. Auf die öffentlichen Straßen darf ich mit meinen Kolossen nicht. Nach einem Bundesgesetz sind diese auf Straßen in erster Linie nur für militärische Zwecke oder den Katastrophenschutz erlaubt. Sonst ist eine Ausnahmegenehmigung nötig.“

Was wurde noch am Vereinsabend veranstaltet?

M.B.: „Am Abend haben sich einige Mitglieder wie Eric und Paul besonders viel Mühe mit der Ausgestaltung des Vereinsheims auf dem Reiterhof gegeben und besondere Sammlerstücke aus der Alliierten Zeit von Militärorden, Fahnen, Büchern bis hin zu historischen Gegenständen zusammengetragen, damit diese besichtigt werden konnten.

Es wurden dazu Filmaufnahmen von der Parade zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus gezeigt. Dazu haben wir selbst gekochte internationale Spezialität wie Pelmeni, Borsch, Kascha und selbst geräucherten Speck genossen. Es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Ein besonderen Dank gilt unseren Mitgliedern Eric und Paul für diesen gelungenen Vereinsabend.“

Wann ist der nächste Vereinsabend geplant?

M. B.: „Als Vorstand des Vereins für Völkerfreundschaft e. V.  nehmen wir die Lage wegen des Coronavirus auch sehr ernst und wollen auch unsere Mitglieder und Mitbürger schützen. Wir wünschen allen Mitgliedern und Euren lieben Angehörigen: Bleibt gesund!“

#WirBleibenZuHause“

http://www.reiterhof-steindamm.de/

Das Interview führte Sabine Bock.

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.