Völkerfreundschaft e.V.
Equador

Bekämpfung der Armut — Ecuador übernimmt Vorsitz der G77

Ecuadors Präsident Dr. Rafael Correa übernimmt den Vorsitz der Gruppe G77 bei den Vereinten Nationen in New York am 13.01.2017 (Quelle: Presidencia de la República del Ecuador)

Am 13. Januar 2017 hat der Präsident der Republik Ecuador, Dr. Rafael Correa, den Vorsitz für die Präsidentschaft der Gruppe der G77-Staaten der Vereinten Nationen in New York übernommen.

“Die Bekämpfung der Armut und der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheit“ sind die vorrangigen Ziele, für die sich die Republik Ecuador einsetzen werde, betont Corra zu seinem Amtsantritt der Leitung des G77 Staatenbundes.

“Es gebe keinen Frieden ohne Gerechtigkeit,” und kritisierte zudem die Kriminalisierung “illegaler” Migranten und sagte dazu, dass die Welt keine Mauern brauche, sondern eine bessere Verteilung des Reichtums und der Bildung.

Um dies umzusetzen, seien unter anderem Änderungen bei der Welthandelsorganisation (WTO) notwendig, die gleiche Zölle für arme und reiche Länder vorschreibe und zunehmend Bildung und Wissen privatisiere. Für die Entwicklung der Menschen seien frei zugängliche Bildung und Wissen notwendig. “Wir brauchen keine Steuer-, sondern Wissensparadiese”, so Correa.

Des Weiteren sei die Demokratisierung der UNO notwendig und schlug dazu vor, dass die Generalversammlung mehr entscheiden und den undemokratischen Sicherheitsrat mit seinen privilegierten Veto- Ländern abschaffen solle.

Die Republik Ecuador setze sich zudem für die Schaffung eines Gerichtes zur Verfolgung der Verletzung von Menschenrechten durch transnationale Konzerne sowie für ein Umweltgericht ein, das die Rechte der Natur anerkennt und über die ökologischen Schulden entscheidet.

Zentrales Anliegen Ecuadors ist derzeit konkret die Einrichtung einer Institution bei den Vereinten Nationen für Steuerregulierungen. Die Regierung Correa tritt für die Abschaffung von Steuerparadiesen ein und will die Vermeidung von Steuern einschränken.

Ecuador hat die Präsidentschaft für ein Jahr inne. Die Gruppe 77 ist der Zusammenschluss von Staaten, die überwiegend zu den Dritte-Welt-Ländern zählen. Es gehören heute 134 Länder dazu. Die G77 vertritt u.a. die Interessen der Länder des Südens innerhalb der UNO.

tags: #G77 #Ecuador #Correa #Armut #Bildung #Wissen

2017–01–13 Discurso Presidente Rafael Correa en la Ceremonia de Traspaso de la Presidencia Pro tempore del G77+China, de Tailandia a Ecuador

Text: In Zusammenarbeit mit Amerika21

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen