Völkerfreundschaft e.V.
Reiseberichte

Pilgerfahrt zur Mönchrepublik Athos 4

Wir schreiben das Jahr Anno 2016 a.C. und wieder hat sich unsere Pilgergruppe in Asprovalta zusammengefunden um nach Athos zu pilgern.

Unsere Vorbereitungen liefen wie jedes Jahr und wir legten uns erst einmal in Apolonia in die heißen Quellen.

Am Montag, 21.03.2016 wanderten Dimi K. (Dimi-Dreifuß), Dimi P. (Waldläufer), Thilo Oyss und ich dann los. Wir starteten von Ouranopolis mit dem Schiff. Dimi P. hatte alle Vorbereitungen getroffen und unsere Visa organisiert. Wir legten am frühen Vormittag in Megali Giovanitsa an. Dann wanderten wir 13,4 km zum serbischen Kloster Hiliandariou. Wir haben wie jedes Jahr die Natur genossen. Wir haben im Kloster bestens geschlafen und am Morgen sollte es weiter gehen. Meine Pilgerbrüder wollte dann an der Rezeption einige Mitbringsel liegen lassen, wobei ich mich auf einen Nahrungstausch einlassen wollte, da wir kein Frühstück bekamen, da wir unangemeldet im Kloster aufschlugen. Ich habe dort noch gut Essen eingetauscht indem ich zur Küche ging und einige mitgebrachte Nahrungsmittel wie Spagetti, Linsen und Kaffee gegen Brot, Oliven, serbische Kekse und drei Fischdosen tauschte. Dann kam ich mit der Ware zu meinen Pilgerbrüdern und Dimi P. aus A. fragte wie aus der Pistole geschossen: „ Warum hast du dir keinen Fisch mitgebracht, schließlich sind wir doch Vier“!!! Naja, wenn man solche Freunde hat braucht man wirklich nicht mehr. Wir waren uns einig, dass dieser Satz, als Satz der Pilgertour festgeschrieben werden sollte.

Dienstag, 22.03.16 nach 10 km Fußmarsch trafen wir im bulgarischen Kloster Zografou ein. Dort legten wir aber nur einen kurzen Stopp ein und liefen dann noch 5-6 km zum griechischen Kloster Konstamonitou weiter, wo wir dann auch übernachten konnten. Der Höhepunkt war, dass es nur eiskaltes Wasser gab und ein total kaltes Zimmer, wobei Thilo und Dimi P. einen alten Ofen im Zimmer aktivierten. Die Angst dabei war, dass wir einer Kohlenmonoxid Vergiftung erliegen werden.

Mittwoch, 23.03.16 ein schlechtes Wetter erwartete uns, mit Regen und Sturm. Nach 2,6 km kamen wir im griechischen Kloster Gerania Homata an. Dort liefen wir aber vorbei, da das Wetter uns zeitlich aufhielt. Dann liefen wir weitere 3 km zum Kloster Dochiariou (Säulen mit Erzengeln) dann wieder nur einen kurzen Zwischenaufenthalt und weiter zum griechischen Kloster Xenofondos, haben tranken wir heißen Tee und kauften Kleinigkeiten. Dann weitere 3,6 Kilometer russischen Kloster Pandeleimonos. Hier trafen wir leider spät ein, so dass wir kein Abendessen mehr bekamen. Aber wir hatten noch Tauschware und so konnte ich wieder Kaffee und Linsen gegen Brot mit Aufstrich tauschen. Ein russischer Mönch aus dem Nebenzimmer war überaus begeistert einen Deutschen, mit serbischer Taufurkunde in Griechenland / Athos zu treffen und gab uns weitere Nahrungsmittel, wie Nüsse, Kekse und eine angegessene Pizza und freute sich über alle Maßen. Ich konnte im Gegenzug meine noch vorhandenen serbischen Kekse erneut eintauschen. Langsam bekam ich immer mehr Nahrungsmittel, aber wir hatten ja noch eine Rückfahrt. Wir waren uns einig, dass russische Kloster mit seinen Gebäuden, Kirchen und Glocken war das größte Kloster auf Athos. In Hochzeiten waren beherbergte dieses Kloster 2000 Mönche. Dennoch war das Kloster modern und mit viel Gold und Prunk ausgestattet. Die große Glocke bildete neben den Reliquien einen Höhepunkt. Meine griechischen Pilger kamen wieder früh nicht aus dem Bett, so gingen Thilo (der Ungläubige) und ich zum Frühgottesdienst, wobei ich am längsten aushielt und dafür vom Abt Brot und Wasser bekam.

Donnerstag, 24.03.16 war dann schon unser Abreisetag. Wir liefen bei einem etwas besseren Wetter 6,4 km nach Dafni. Uns war schon klar, dass es mit einem Schiff schwer wird, der Wellengang war noch hoch. Gestern lief schon kein Schiff, aber Dafni war die beste Alternative, da hier ein Dach und ein Kaffeeshop war. Ich kaufte fleißig orthodoxes Souvenir. Aber es fuhr kein Schiff, wir mussten auf die andere Inselseite dort war das Wasser ruhig und eine Fähre fuhr eventuell. Dimi P. telefonierte und reservierte und Plätze. Also von Dafni mit einem Bus nach Karyes (Hauptstadt von Athos), dann mit weiteren Bus nach  Vatopedion, dann mit dem Schiff zurück nach Ierisos, dann noch mit einem Taxi nach Ouranopolis, da dort ja Dimis Auto wartete.

Nach einer langen Fahrt kamen wir in Asprovalta an wo Maria und Wassiliki schon mit Abendessen warteten. Der Tag war ebenfalls gelungen und wir waren uns einig ein Athos die V. wird es geben. Aber dieses Mal wollen wir den heiligen Berg Athos bezwingen und werden unsere Tour im September oder Anfang Oktober 2017 starten.

Michael Bock

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